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Google Business Kategorie falsch? So verlierst du Kunden

Die falsche Google-Business-Kategorie kostet Schweizer KMU täglich Sichtbarkeit. So wählst du die richtige – mit konkreten Beispielen.

Google Business Kategorie falsch? So verlierst du Kunden

Viele Schweizer KMU haben ihr Google-Business-Profil eingerichtet, eine Kategorie gewählt – und denken, das war's. Dabei ist genau diese eine Entscheidung oft der Grund, warum das Profil bei lokalen Suchanfragen kaum auftaucht. Die Kategorie ist nicht bloss ein Label. Sie bestimmt, bei welchen Suchanfragen Google dein Unternehmen überhaupt in Betracht zieht.

Warum die Kategorie so viel Gewicht hat

Google nutzt die gewählte Hauptkategorie, um zu entscheiden, ob dein Profil für eine bestimmte Suchanfrage relevant ist. Wer als Friseursalon in Bern "Salon" einträgt, statt "Friseursalon" oder "Haarsalon", gibt Google zu wenig Information. Das Profil erscheint dann seltener – obwohl Kunden in der Nähe aktiv suchen.

Das Tückische: Google zeigt dir nicht direkt, wie viel Traffic du durch eine falsche Kategorie verlierst. Du merkst es nur indirekt – weniger Anrufe, weniger Klicks auf die Route, weniger Anfragen.

Hauptkategorie vs. zusätzliche Kategorien

Google unterscheidet zwischen einer Hauptkategorie und bis zu neun zusätzlichen Kategorien. Die Hauptkategorie hat klar mehr Gewicht. Sie sollte das Kerngeschäft so präzise wie möglich beschreiben.

Typische Fehler in der Praxis:

BrancheHäufig gewählt (falsch)Besser
NagelstudioBeauty-SalonNagelstudio
PizzeriaRestaurantPizzeria / Italienisches Restaurant
Business-CoachUnternehmensberaterBusiness-Coach / Life-Coach
PhysiotherapiepraxisGesundheitseinrichtungPhysiotherapeut
CoiffeursalonSalonFriseursalon

Zusätzliche Kategorien helfen, ergänzende Leistungen abzudecken. Ein Coiffeursalon, der auch Bartpflege anbietet, kann "Barbershop" als zweite Kategorie ergänzen. Eine Pizzeria, die auch Lieferdienst betreibt, kann "Pizzalieferdienst" hinzufügen.

So findest du die richtige Kategorie für dein KMU

Google stellt keine öffentliche Liste aller verfügbaren Kategorien bereit. Du siehst die Optionen nur direkt im Profil-Editor. Hier ein praktisches Vorgehen:

Schritt 1: Hauptleistung definieren

Frag dich: Was sucht ein Kunde, der mein Unternehmen noch nicht kennt, auf Google ein? Nicht was du anbietest – sondern was der Kunde tippt. "Coiffeur Zürich", "Ernährungsberatung Basel", "Steuerberatung Bern" – das sind Suchbegriffe, keine Firmenbeschreibungen.

Schritt 2: Im Profil-Editor suchen

Öffne dein Google-Business-Profil, geh zu "Profil bearbeiten" und klicke auf das Feld "Kategorie". Gib deinen Begriff ein und schau, welche Vorschläge erscheinen. Google hat oft sehr spezifische Kategorien – nutze die präziseste.

Schritt 3: Mitbewerber analysieren

Suche auf Google Maps nach deiner Dienstleistung in deiner Stadt. Klicke auf die Profile der Top-3-Ergebnisse und prüfe, welche Hauptkategorie sie verwenden. Das gibt dir einen direkten Hinweis, welche Kategorien Google für relevant hält.

Schritt 4: Zusätzliche Kategorien ergänzen

Ergänze bis zu drei oder vier zusätzliche Kategorien, die dein Angebot sinnvoll erweitern. Nicht alle neun Slots füllen – lieber wenige, präzise Kategorien als viele ungenaue.

Was sich nach der Änderung verändert

Nach einer Kategorieänderung braucht Google einige Tage bis zwei Wochen, um das Profil neu zu bewerten. Beobachte in dieser Zeit die Profilstatistiken unter "Insights" – dort siehst du, wie oft dein Profil bei Suchanfragen erscheint und wie viele Nutzer auf "Route" oder "Anrufen" geklickt haben.

Auch die Darstellung des Profils kann sich ändern: Manche Kategorien aktivieren spezifische Felder. Restaurants können zum Beispiel die Speisekarte direkt im Profil hinterlegen. Beauty-Studios erhalten oft ein Buchungs-Feature. Diese Zusatzfunktionen erscheinen nur, wenn die passende Kategorie gesetzt ist.

Ein Hinweis zu Branchen-Websites

Ein gepflegtes Google-Business-Profil ist wirksamer, wenn dahinter eine professionelle Website steht. Google bewertet Profilverknüpfungen mit funktionierenden .ch-Websites positiv. Wer als Restaurant in der Schweiz online gefunden werden will, sollte sicherstellen, dass die verlinkte Website ebenfalls lokale Signale sendet – Adresse, Öffnungszeiten und Angebot klar kommuniziert. Mehr dazu zeigt FruchtDigital auf der Startseite FruchtDigital und konkret unter den Preisen & Paketen, wo Branchen-Websites für genau diese Anforderungen gebaut werden.

Für Restaurants ist eine eigene Seite mit lokalen Inhalten besonders wichtig – schau dir dazu auch an, was Websites für Restaurants leisten können.

Falls du dir unsicher bist, welche Kategorie für dein spezifisches KMU die richtige ist, lohnt sich ein kostenloses Erstgespräch – dort schauen wir gemeinsam auf dein Profil und zeigen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten auf.

Auf einen Blick

  • Die Hauptkategorie ist der stärkste Rankingfaktor im Google-Business-Profil – sie muss das Kerngeschäft präzise abbilden.
  • Generische Begriffe wie "Salon", "Berater" oder "Einrichtung" sind fast immer zu ungenau.
  • Schritt für Schritt: Kundenperspektive einnehmen → Im Editor suchen → Mitbewerber prüfen → Zusatzkategorien ergänzen.
  • Nach der Änderung zwei Wochen Geduld haben und die Insights beobachten.
  • Eine verlinkte, lokale Website verstärkt die Wirkung des Profils erheblich.

Häufige Fragen

Wie viele Kategorien sollte ein KMU bei Google Business eintragen?

Google erlaubt eine Hauptkategorie und bis zu neun zusätzliche Kategorien. In der Praxis sind drei bis fünf gut gewählte Kategorien sinnvoller als alle Slots zu füllen. Zu viele ungenaue Kategorien können das Profil verwässern. Wichtig ist, dass die Hauptkategorie das Kerngeschäft exakt beschreibt – alle anderen sind ergänzend.

Wie lange dauert es, bis eine Kategorieänderung bei Google sichtbar wird?

Nach einer Kategorieänderung im Google-Business-Profil dauert es in der Regel fünf bis vierzehn Tage, bis Google das Profil neu bewertet und die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen anpasst. Die Insights im Profil zeigen danach, ob sich Suchanfragen, Profilaufrufe oder Klicks auf Route und Anruf verändert haben.

Kann eine falsche Google-Business-Kategorie auch negative Auswirkungen haben?

Eine zu allgemeine oder falsche Kategorie führt hauptsächlich dazu, dass das Profil bei relevanten Suchanfragen seltener erscheint. Direkte Abstrafungen durch Google sind selten. Der grösste Schaden ist entgangene Sichtbarkeit: Potenzielle Kunden finden in diesem Fall die Mitbewerber, nicht das eigene Unternehmen.

Welche Kategorie ist für einen Schweizer Business-Coach am besten geeignet?

Das hängt vom Schwerpunkt ab. "Business-Coach" oder "Life-Coach" sind präziser als "Unternehmensberater", weil sie der tatsächlichen Suchabsicht der Zielgruppe besser entsprechen. Wer zusätzlich Seminare oder Workshops anbietet, kann "Seminarveranstalter" als zusätzliche Kategorie ergänzen. Immer vom Suchverhalten der Wunschkunden ausgehend denken.

Beeinflusst die Google-Business-Kategorie auch die Darstellung auf Google Maps?

Ja, die gewählte Kategorie beeinflusst sowohl die Suche als auch die Darstellung auf Google Maps. Bestimmte Kategorien schalten zusätzliche Profilfelder frei – Restaurants können beispielsweise eine Speisekarte hinterlegen, Beauty-Studios erhalten oft ein Buchungs-Feature. Diese Felder erscheinen nur bei passenden Kategorien und erhöhen die Interaktionsrate mit dem Profil deutlich.

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