Restaurant-Website Kontaktangaben: Checkliste für die Schweiz
Welche Kontaktangaben auf eine Schweizer Restaurant-Website gehören – konkrete Checkliste mit MWST, Öffnungszeiten und Buchungslink.
Eine Restaurant-Website kann noch so schön gestaltet sein — wenn Gäste in zwanzig Sekunden keine Telefonnummer, keine Adresse und keinen Tischreservations-Link finden, springen sie ab. Genau diese Kontakt- und Orientierungsangaben werden aber erstaunlich oft vergessen oder halb umgesetzt. Dieser Artikel zeigt, welche Angaben konkret auf welcher Seite stehen müssen und warum das nicht nur Komfort, sondern teilweise auch rechtliche Relevanz hat.
Warum Kontaktangaben mehr sind als eine Formalität
Gäste suchen ein Restaurant meistens auf dem Smartphone, oft kurz vor dem Besuch. Sie wollen in wenigen Sekunden wissen: Wo ist das Lokal, wann hat es offen, kann ich anrufen oder online reservieren? Fehlt eine dieser Informationen, geht der potenzielle Gast zur Konkurrenz — nicht aus Böswilligkeit, sondern aus Bequemlichkeit.
Hinzu kommt: Google wertet Konsistenz der NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) als lokales Rankingsignal. Wer auf der Website andere Öffnungszeiten angibt als im Google-Business-Profil, schadet sich doppelt.
Die sechs Kontaktangaben, die nicht fehlen dürfen
1. Vollständige Postadresse mit PLZ
Klingt selbstverständlich, fehlt aber regelmässig. Die Adresse gehört in den Footer — sichtbar auf jeder Unterseite — und auf eine eigene Kontaktseite. Format: Strassenname Hausnummer, PLZ Ort, Schweiz. Bei Lokalen in der Romandie zusätzlich die französische Schreibweise der Gemeinde.
2. Telefonnummer als klickbarer Link
<a href="tel:+41XXXXXXXXX"> macht die Nummer auf dem Smartphone direkt wählbar. Schweizer Nummern beginnen mit +41 (ohne führende 0). Eine Festnetznummer wirkt lokal und vertrauenserweckend; wer nur eine Mobilnummer hat, sollte diese trotzdem angeben — nichts ist schlimmer als gar keine Nummer.
3. E-Mail-Adresse
Ideal als kontakt@euerlokal.ch — keine Gratis-Gmail-Adresse. Wer keine E-Mails lesen will, leitet sie einfach weiter, sollte aber trotzdem antworten. Eine E-Mail-Adresse signalisiert Professionalität und schützt vor dem Vorwurf, nicht erreichbar zu sein.
4. Öffnungszeiten — vollständig und aktuell
Öffnungszeiten gehören auf die Startseite (zumindest kurz), auf die Kontaktseite und in den Footer. Wichtig:
- Ruhetage explizit nennen («Montag geschlossen» statt Montag einfach weglassen)
- Küchenschluss separat ausweisen, wenn er deutlich vor Ladenschluss liegt
- Feiertags-Sonderzeiten entweder pflegen oder mit «Öffnungszeiten an Feiertagen auf Anfrage» kommunizieren
5. Reservations-Link oder Buchungswidget
Ob via eigenes Formular, eine Drittlösung oder ein einfaches «Tisch reservieren»-Formular auf der Website — ein Buchungslink sollte im Header oder als prominenter Button auf der Startseite stehen. Wer ein Buchungstool einsetzt, das TWINT oder Kreditkarte zur Absicherung akzeptiert, reduziert No-Shows deutlich.
6. Anfahrtsbeschreibung und eingebettete Karte
Eine eingebettete Google Maps Karte (oder OpenStreetMap als datenschutzfreundlichere Variante) hilft Gästen, die nicht mit dem eigenen Navi unterwegs sind. Ergänzend: kurze Hinweise zu Parkplätzen, ÖV-Haltestellen und ob das Lokal rollstuhlgängig ist. Letzteres wird von Gästen und Suchalgorithmen gleichermassen geschätzt.
Optionale, aber sinnvolle Angaben
| Angabe | Wo platzieren | Warum es hilft |
|---|---|---|
| MWST-Nummer | Impressum / Footer | Transparenz, teils erwartet |
| Gruppenanfragen-Kontakt | Kontaktseite | Reduziert falsche Anfragen |
| Lieferradius / Abholzeiten | Startseite, Navigation | Klar kommuniziert = weniger Rückfragen |
| Social-Media-Links | Footer, Kontaktseite | Erhöht Reichweite und Vertrauen |
| Sprachen des Personals | Kontaktseite | Relevant in touristischen Orten |
Die MWST-Nummer ist in der Schweiz auf der Website nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber von Geschäftsgästen und Eventplanern oft erwartet. Wer einen Betrieb über CHF 100'000 Jahresumsatz führt, ist ohnedies MWST-pflichtig — der aktuelle Normalsatz liegt bei 8.1 %.
Häufige Fehler und wie man sie vermeidet
Angaben nur im Impressum versteckt: Das Impressum ist der falsche Ort für Öffnungszeiten. Rechtlich gehören Kontaktdaten ins Impressum — praktisch müssen sie aber auch prominent auf der Kontaktseite und im Footer stehen.
Öffnungszeiten in Bildform: Text in einem JPG lässt sich weder von Google noch von Screen-Readern lesen. Immer als HTML-Text eingeben.
Keine mobile Optimierung der Telefonnummer: Wer die Nummer nicht als klickbaren tel:-Link formatiert, verliert Smartphone-Gäste.
Veraltete Informationen: Eine Website, die «Dienstag Ruhetag» sagt, obwohl das Lokal seit Monaten auch dienstags offen ist, kostet Vertrauen. Gäste, die vor verschlossener Tür stehen, hinterlassen keine Fünf-Sterne-Bewertungen.
So setzt man die Checkliste praktisch um
- Footer öffnen und Adresse, Telefon, Öffnungszeiten prüfen
- Kontaktseite auf mobilen Geräten testen — sind alle Links klickbar?
- Google Business Profil mit den Website-Angaben abgleichen
- Reservations-Button im Header ergänzen, falls fehlend
- Jahresagenda festlegen: wann Öffnungszeiten überprüft werden (z. B. jedes Quartal)
Wer eine neue Website aufbauen lässt, sollte diese Punkte bereits im Briefing mitgeben. Die Websites für Restaurants von FruchtDigital enthalten diese Elemente standardmässig — trotzdem lohnt sich der regelmässige Check, weil Betriebszeiten sich ändern.
Auf einen Blick
Vollständige Kontaktangaben auf einer Restaurant-Website sind kein Nice-to-have, sondern die Grundlage dafür, dass Gäste überhaupt reservieren oder den Weg ins Lokal finden. Adresse, Telefon, Öffnungszeiten, Reservations-Link und eine eingebettete Karte gehören auf jede Seite — zumindest in den Footer. Wer diese sechs Angaben konsequent und aktuell pflegt, verbessert gleichzeitig das lokale Google-Ranking und reduziert unnötige Rückfragen.
Wer unsicher ist, ob die eigene Website alle relevanten Angaben korrekt umsetzt, kann das im kostenlosen Erstgespräch klären. Einen Überblick über unsere Pakete — auch für Gastrobetriebe — gibt es auf der Seite Preise & Pakete von FruchtDigital. Und wer sehen will, wie solche Websites in der Praxis aussehen, findet Beispiele unter unsere Projekte & Referenzen.
Häufige Fragen
Muss ein Schweizer Restaurant die MWST-Nummer auf der Website angeben?
In der Schweiz besteht keine gesetzliche Pflicht, die MWST-Nummer auf der Website zu publizieren. Dennoch ist es empfehlenswert, sie im Impressum oder Footer zu nennen — insbesondere wenn das Lokal Firmenkunden oder Eventgruppen bedient, die einen Beleg für die Vorsteuerabzugsberechtigung benötigen. Der aktuelle MWST-Normalsatz beträgt 8.1 Prozent.
Wie oft sollten Restaurantbetreiber die Öffnungszeiten auf der Website aktualisieren?
Mindestens quartalsweise sollte ein Abgleich zwischen Website, Google Business Profil und tatsächlichen Betriebszeiten stattfinden. Zusätzlich empfiehlt sich eine Prüfung vor jedem grossen Feiertag — Weihnachten, Ostern, Auffahrt — damit Gäste keine veralteten Informationen vorfinden und enttäuscht werden.
Welche Angaben gehören in den Footer einer Restaurant-Website?
In den Footer gehören mindestens: vollständige Postadresse, Telefonnummer als klickbarer Link, E-Mail-Adresse, Öffnungszeiten und ein Link zum Impressum. Optional können Social-Media-Links, ein Reservations-Button und ein Kurzhinweis auf Parkplätze oder ÖV ergänzt werden. Der Footer ist die letzte Anlaufstelle, bevor ein Besucher die Seite verlässt.
Warum schadet eine Bild-Datei mit Öffnungszeiten dem Google-Ranking?
Google und andere Suchmaschinen können Text in Bilddateien nicht zuverlässig auslesen. Öffnungszeiten als JPG oder PNG eingefügt werden daher nicht indexiert, was das lokale Ranking schwächt. Ausserdem sind Bilder für Screen-Reader nicht lesbar, was Gäste mit Sehbehinderung ausschliesst. Öffnungszeiten sollten immer als einfacher HTML-Text auf der Seite stehen.
Welchen Vorteil hat eine .ch-Domain gegenüber .com für ein Schweizer Restaurant?
Eine .ch-Domain signalisiert Suchmaschinen und Nutzern sofort, dass es sich um einen Schweizer Betrieb handelt. Google priorisiert lokale Domains bei standortbezogenen Suchanfragen. Ausserdem vertrauen Schweizer Nutzer .ch-Adressen tendenziell stärker und klicken häufiger darauf als auf generische .com-Domains ohne Schweizer Bezug.
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